
Sicherheit ist in der Pharmaindustrie oberstes Gebot, gefälschte Produkte oder Verwechslungen können zu fatalen Folgen führen. Die eindeutige Kennzeichnung und sichere Identifikation der Produkte bietet die notwendige Voraussetzung zur Rückverfolgbarkeit innerhalb der gesamten Produktions- und Logistikkette. Gesetzliche Regelungen und EU-Richtlinien für die Identifikation und Serialisierung pharmazeutischer Produkte erfordern dedizierte Kennzeichnungsmethoden und flexible Identifikationssysteme.
An einer lückenlosen Überwachung der einzelnen rückzuverfolgenden Produkte (bzw. Proben, Behälter …) innerhalb der gesamten Produktion, Lagerung und Lieferung bis hin zum Verbraucher kommt also kein Unternehmen in der Prarmabranche mehr vorbei.
Um eine hierfür notwendige Identifikation ausgehend von beispielsweise Blistern oder Vials bis hin zur Umverpackung zweifelsfrei rückverfolgen zu können, müssen während des Produktions- bzw. Verpackungsprozesses die Produkte gekennzeichnet werden. Die Codierung kann mittels verschiedener Kennzeichnungsverfahren erfolgen, beispielsweise mit RFID (Radio Frequency Identification)-Transpondern, Barcodes, Datamatrix-Codes oder auch Klarschrift. Bei einer partikelfreien Kennzeichnung mittels RFID besteht gegenüber anderen Kennzeichnungsverfahren der Vorteil der automatisierten Pulkerfassung. Das gemeinsame Lesen und individuelle Beschreiben sämtlicher Objekte erfolgt dabei in einem Schritt ohne Zeitverlust und Verzögerung des Produktionsdurchlaufs. Alle Verpackungseinheiten können dabei mit Herstellerdatum, Chargennummer, Inhaltsstoffen und Mindesthaltbarkeitsdatum sowie individueller Seriennummer gekennzeichnet werden. Alle aufgezeichneten Daten werden in Echtzeit erfasst, gespeichert und verifiziert. Eine Integration der für die Kennzeichnung notwendigen Technik in bereits bestehende Produktionsstrecken ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Ebenso ist die Einhaltung von Vorschriften hinsichtlich der Reinraumklassen gegeben.
Ob aber eine Kennzeichnung mittels RFID-Transpondern der richtige Schritt ist, hängt von unterschiedlichsten Bedingungen ab. In vielen Fällen ist eine andere Kennzeichnungsmethode genau der richtige Ansatz. Aber egal welche Kennzeichnungsmethode verwendet wird oder werden muss: Die lückenlose Identifikation muss gewährleistet sein unter Betrachtung des kaufmännischen Aspekts. Mit der Wahl der richtigen Kennzeichnungsmethode und darauf aufgebauter Automatisierung können entlang der gesamten Produktions- bzw. Logistikkette entscheidende Einsparungen im Unternehmen erreicht werden!
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